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11. Oktober 2022

Solarcontainer liefern Strom und Perspektiven

Energieprojekte in Afrika unterstützen mit unserem Impact Partner Africa GreenTec

Africa GreenTec verhilft Menschen im Globalen Süden durch nachhaltige Energielösungen zu mehr Selbstbestimmung und Wachstum. Das Team von Africa GreenTec hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 über drei Millionen Menschen mit Strom aus erneuerbaren Energien, Kühlketten, sauberem Trinkwasser und Internetzugang zu versorgen. fairnergy investiert deinen Impact Beitrag in diese Projekte von Africa GreenTec. Teile deines Impact-Beitrags gehen zudem als Spende an Africa GreenTec Foundation e.V. Dieser Verein fördert Unternehmertum von Menschen (vor allem Frauen) im ländlichen Raum und Migrant*innen in Krisengebieten in Afrika, um ihre ökonomische Lage zu verbessern und ihnen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Durch innovative technische Lösungen und systemische Ansätze übernehmen wir gemeinsam mit dir und Africa GreenTec Verantwortung für eine bessere Zukunft für alle! 

Wer ist Africa GreenTec und was ist ihre Mission?

Der Auslöser für die Gründung von Africa GreenTec war eine Reise, die Torsten Schreiber im Sommer 2014 in das westafrikanische Mali machte. Dort besichtigte er ein Dieselkraftwerk aus der Kolonialzeit, das zehn Prozent des Strombedarfs der Hauptstadt deckt und dabei täglich 170000 Liter Diesel verbrennt. Doch nur ein Bruchteil der erzeugten Energie wird zu Strom, der Rest verpufft als Wärme und macht damit die Anlage nicht nur klimaschädlich und teuer, sondern auch ineffizient. Und das in einem Land, in dem die Sonne deutlich stärker scheint als in Deutschland. Schreiber sah darin ungenutztes Potential und gründete das Unternehmen Africa GreenTec, um den Menschen im globalen Süden eine günstigere, nachhaltigere und effizientere Alternative zu bieten.

Logo Africa GreenTec

Copyright: Africa GreenTec

Heute verhilft das Sozialunternehmen mit Technologielösungen zur Stromversorgung aus erneuerbaren Energien geeigneten Dörfern zu mehr Selbstbestimmung und Wachstum. Und dies schafft das Team mithilfe sogenannter „Solartainer“, Solarmodule für Batteriespeicher, Wasserreinigungsanlagen und Satellitenantennen, welche in einem Container verbaut sind. Vor Ort wird eng mit lokalen Unternehmen zusammengearbeitet. Die Preise und Löhne sind auf die jeweiligen Gegebenheiten vor Ort angepasst und so berechnet, dass eine ImpactSite möglichst wirtschaftlich selbstständig betrieben und instand gehalten werden kann. Somit wird ermöglicht, dass die Projekte nicht nach wenigen Jahren scheitern, sondern in jedem Sinne nachhaltig sind.

Die in der Nähe von Frankfurt am Main ansässige Muttergesellschaft, die Africa GreenTec AG, ist für die Erschließung des Marktes, die Sensibilisierung der Menschen vor Ort, die Koordinierung der Projekte sowie für die Entwicklung und Produktion des Solartainer® inklusive der damit verbundenen Dienstleistungen zuständig. Neben der Projektgesellschaft bilden lokale, länderspezifische Gesellschaften in Mali, Niger und Somalia das Kernelement für das Betreibermodell, in dem Africa GreenTec als lokaler, dezentraler Stromanbieter agiert. 

Solartainer Amali –
Africa GreenTecs Hub für nachhaltiges Wachstum.

Copyright: Africa GreenTec

Das Team von Africa GreenTec hat das Ziel, Strukturen zu schaffen, die sich selbst tragen und nachhaltig funktionieren. Das geht nur, wenn Einkommen generiert wird. In der Entwicklungshilfe ist das nicht immer der Fokus. Dort werden Projekte ausbezahlt, abgeschlossen und anschließend sich selbst überlassen. Sie glauben daran, dass wir alle gemeinsam die Verantwortung für eine bessere Zukunft übernehmen können und jeder Einzelne einen Beitrag dazu leisten kann, respektvoll zusammenzuleben und nachhaltig mit unseren Ressourcen umzugehen. Das große Ziel ist es, bis 2030 über drei Millionen Menschen mit Strom aus erneuerbaren Energien, Kühlketten, sauberem Trinkwasser und Internetzugang zu versorgen.

 

Produkte die Chancen geben

Das Herzstück von Africa GreenTec ist der mobile Solartainer: In einem Container verbaute Solarmodule für Batteriespeicher, Wasserreinigungsanlagen und Sattelitenantennen, die Zugang zum Internet verschaffen. Die Solarcontainer können stufenweise zu einem größeren Kraftwerk zusammengefasst werden. Die hohe Flexibilität ermöglicht es, Standorte ohne zusätzliche Ingenieursleistung nach der tatsächlichen Bedarfssituation zu entwickeln. Der Strom wird per Vorauskasse sowie intelligenter Zähler an die Dorfbewohner*innen verkauft. Ein intelligentes Stromnetz verteilt den Strom und ermöglicht Datenanalysen und Fernwartung. Ein extra dafür entwickeltes Tarifsystem berücksichtigt die verschiedenen Bedürfnisse der Dorfbewohner*innen in Tarifen: Der günstigste Tarif stellt genug Strom für drei LEDs, einen Ventilator und den Handyakku bereit. Im größten Tarif können gewerbliche Kund*innen, die Dorfschulen oder sogar kleine Krankenhäuser besitzen, mit ausreichend Energie versorgt werden.

Die Solartainer haben nicht nur finanzielle und klimatechnische Vorteile, sie befähigen Menschen vor Ort dazu, ihre Zukunft nachhaltig und selbstbestimmter zu gestalten sowie Chancen auf neue Arbeitsplätze und Einkommensmöglichkeiten wahrzunehmen. Alle Vorteile im Überblick:

  • Einsparung von CO2-Emissionen durch Ablösen der Dieselgeneratoren 
  • Enge Zusammenarbeit mit lokalen Mitarbeiter*innen und Partner*innen und auch die eigene Ausbildung von Elektriker*innen ermöglicht Selbstbestimmtheit. Fünf Frauen werden durch eine Grundausbildung in Capacity Building in die Lage versetzt, ihr eigenes Unternehmen zu führen: technische Fähigkeiten für die Nutzung und Wartung des Cooltainers, digitale Kenntnisse, kaufmännische Fähigkeiten, soziale Kompetenzen, Marketing- und Sprachtraining
  • Günstigere Energie, die dank Speichern länger zur Verfügung steht (Zahlten die Kund*innen pro Kilowattstunde (kWh) Dieselstrom bis zu einem Euro, so sind es nun 19 Cent am Tag und 38 Cent nachts für die Sonnenenergie)
  • Die Gesundheit verbessert sich: Schulkinder müssen abends nicht mehr im Dunst giftiger Kerosinlampen lernen, da Strom jetzt auch nachts zur Verfügung steht
  • Durch geschaffene Perspektiven werden Fluchtursachen bekämpft und Menschen erhalten Sicherheit, welche wichtig ist für Körper und Psyche 
  • Langfristige Partnerschaft mit dem UNHCR & Erleichterung des Prozesses der Gleichstellung der Geschlechter innerhalb des UNHCR, so dass die Auswirkungen auf die Bevölkerung übertragen werden
  • Förderung und Schaffung von Geschäftsideen und -möglichkeiten

Es gibt aber auch weitere Produkte, wie zum Beispiel den Cooltainer – ein Gemeinschaftskühlhaus, das komplett mit Solarenergie betrieben wird. Die Menschen können dadurch höhere landwirtschaftliche Erträge erzielen, einen Teil ihrer Erzeugnisse verkaufen und damit Einkommen generieren, welches oft sofort in die Bereiche Bildung und Gesundheit fließt. Kühlketten und Wasseraufbereitung ermöglichen dabei einen besseren Umgang mit den Folgen des Klimawandels und neue Perspektiven wirken entgegen Migration. Krankenstationen können Medikamente, Bauern ihre Milch kühlen. 

Wie werden die Projekte finanziert?

Der erste Solarcontainer in Mourdiah in Mali wurde im März 2015, vor der Unternehmensgründung, durch ein Crowdfunding finanziert. Die Finanzierung des Projektes wird unter anderem durch die Betreibergesellschaft Africa GreenTec Asset GmbH mittels der vorliegenden Anleihe sowie durch mehrere Crowdinvesting-Initiativen sichergestellt. Die Investitionen werden dabei durch das Instrument einer Investitionsschutzgarantie der Bundesrepublik Deutschland abgesichert. Der Anlagenbetrieb in Mali erfolgt durch eine in Mali gegründete Betreibergesellschaft (Africa GreenTec Électricité Rurale SARL), die neben der Africa GreenTec Asset GmbH auch malische Anteilseigner und Geschäftsleiter hat. Auch die Deutsche Investitions-und Entwicklungsgesellschaft mbH hat als Teil der Internationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums den Aufbau einer Anlage im Niger unterstützt.

Das Unternehmen finanziert sich neben Cowdinvesting noch nach zwei Modellen: Das Betreibermodell und die Genossenschaft. Im Betreibermodell ist Africa GreenTec ein ganz normaler Energieversorger. Dieses Modell gibt es momentan allerdings nur in Mali und im Niger, da es viele Dörfer braucht, die angeschlossen sind, um damit die laufenden Kosten von Büros, Lager, Angestellten und Transport zu decken. Beim zweiten Modell schließen sich die Kund*innen zu einer Genossenschaft zusammen, die die Anlage besitzt und betreibt. In diesem Fall sind Stiftungen, gemeinnützige Vereine, Firmen oder Privatpersonen Sponsoren der Technologie.

Was ist für die Zukunft noch geplant?

In den nächsten Jahren plant Africa GreenTec die Neueröffnung eines Produktions-, Schulungs- und Vertriebszentrums in Dakar (Senegal). Das Sozialunternehmen möchte damit die Projektumsetzung effizienter gestalten, eine lokale Produktion in Afrika etablieren und somit noch mehr Impact vor Ort schaffen. Sie wollen außerdem kürzere Lieferwege schaffen und ihre Produktion auf 100% erneuerbare Energien umstellen, um den CO2-Ausstoß weiter zu minimieren.

Des Weiteren steht natürlich das Ziel im Vordergrund bis 2030 drei Millionen Menschen mit sauberem, günstigem Strom zu versorgen und eine nachhaltige Struktur zu schaffen. Potenzial dafür sieht das Unternehmen in ganz Subsahara-Afrika. Dort gibt es noch rund 590 Millionen Menschen ohne Stromanschluss. Wenn die Sonne hinter dem Horizont versinkt, versinken mit ihr ganze Landstriche in der Dunkelheit. Mehr als 80 Prozent der Bevölkerung kochen mit Holz oder Holzkohle über offenem Feuer – mit gravierenden Folgen für Gesundheit und Umwelt. 

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