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4. Oktober 2022

CO2-Kompensation für ein gutes Gewissen UND fürs Klima

Jetzt schon klimaneutral leben mit unserem Partner ForTomorrow

Wir alle haben einen ökologischen Fußabdruck, der höher ist, als er sein dürfte, wenn wir nicht in den nächsten Jahren zufällig auf eine zweite oder dritte Erde stoßen sollten. Da das recht unwahrscheinlich ist, bietet das Unternehmen ForTomorrow dir die Möglichkeit, deinen persönlichen CO2-Ausstoß mit Klimaschutzprojekten auszugleichen. Das Unternehmen ist eine gemeinnützige Organisation, die den direkten Klimaschutz in Europa ermöglicht. Das Team von ForTomorrow pflanzt unter anderem mithilfe der Erlöse aus deiner THG-Quote Bäume in Deutschland und forstet neue Mischwälder auf. Zusätzlich kauft die Organisation Emissionsrechte aus dem Emissionshandel und legt diese still, damit diese den Unternehmen und Kraftwerksbetreibern nicht mehr zur Verfügung stehen.

Foto: ForTomorrow

Wer ist ForTomorrow und was macht sie zu einem unserer Partner?

ForTomorrow ist ein gemeinnütziges Non-profit-Unternehmen aus Berlin. Es besteht aus einer kleinen Zahl von Angestellten, einer wachsenden Gruppe von Ehrenamtlichen und mittlerweile fast 1000 Unterstützer*innen! Diese ermöglichten bereits eine Kompensation von 12890 Tonnen CO2-Emissionen. Kompensiert wird mittels CO2-Emissionsrechten, welche das Unternehmen der Wirtschaft weg kauft, sie somit dem Markt entzieht, und stilllegt. So zwingen sie große Treibhausgasemittenten weniger CO2 auszustoßen und das Klima nachhaltig zu schützen. Wie genau das funktioniert, kannst du weiter unten im Artikel nachlesen. Außerdem fließt ein Teil der Beiträge in die Aufforstung von deutschen Wäldern – weiterhin die effizienteste Art die CO2-Konzentration in der Atmosphäre auszugleichen.

Du kannst entweder durch eine Einmalzahlung zu deiner Klimaneutralität beitragen oder ein Klima-Abo abschließen, bei dem du durch einen monatlichen Beitrag deinen C02-Ausstoß kompensierst. Ein solches Klima-Abo kannst du inklusive Zertifikat sogar an Freund*innen, Familie oder Bekannte verschenken und so den Anteil an klimaneutrallebenden Menschen durch eine nette Geste vergrößern. Die Abos sind jederzeit kündbar, ohne Mindestlaufzeit und die Beiträge sind durch eine Spendenbescheinigung auch von der Steuer absetzbar.

ForTomorrow und fairnergy funktionieren im Grunde nach dem gleichen Prinzip: Mit der Hilfe von Vielen soll Allen geholfen werden. Allen, die auf dem Planeten leben, dessen Einzigartigkeit wir gemeinsam schützen wollen. Um diese Aufgabe zu meistern, benötigt es jeden noch so kleinen Beitrag, um den Druck auf die Klimakiller Industrie und Wirtschaft zu erhöhen. Wir und das Team von ForTomorrow teilen die Auffassung, dass jede einzelne Person daran mitwirken kann. 

Foto: ForTomorrow by Elena Porubin 

Wie genau hilft deine Kompensation dem Klima?

Wenn man mit ForTomorrow klimaneutral lebt, kompensiert man seinen CO2-Ausstoß mit direktem Klimaschutz in Europa. Der Ausgleich erfolgt über zwei Maßnahmen: Einerseits pflanzt das Unternehmen zusammen mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Bäume in Deutschland, die das ausgestoßene CO2 wieder aus der Luft holen, anderseits kaufen sie den großen Emittenten in Europa (z. B. Kohlekraftwerken) Emissionsrechte weg. So werden sie gezwungen, weniger CO2 zu emittieren. 

Die Sache mit den Emissionsrechten: In der EU müssen die Industrie, die Energiewirtschaft und manchmal auch Fluggesellschaften jährlich für ihren CO2-Ausstoß Emissionsrechte kaufen. So wie du für die Entsorgung deines Mülls bezahlen musst, müssen die jeweiligen Unternehmen für ihren CO2-Ausstoß bezahlen. Allerdings ist die Menge dieser jährlich zu erwerbenden Emissionsrechte begrenzt. Die europäische Union hat die Obergrenze so festgelegt, dass die CO2-Emissionen im Jahr 2030 mindestens 55 % unter dem von 1990 liegen. Die beteiligten Unternehmen müssen für ihre Emissionen also entweder die entsprechenden Rechte kaufen oder es werden Sanktionen fällig. Wenn ForTomorrow mit deinem Kompensationsbeitrag Emissionsrechte kauft, nimmst du einer Industrieanlage das Recht weg CO2 auszustoßen. Die Anlage muss entweder umrüsten, sodass sie weniger CO2 verursacht oder abgeschaltet werden. ForTomorrow behält diese Rechte dann so lange auf ihrem Konto, bis sie ab 2023 als überschüssige Mengen gelöscht werden. Das Ergebnis: Es gibt noch weniger verfügbare Emissionsrechte, die bestehenden Rechte werden teurer und der CO2 -Ausstoß in der EU verringert sich durch deine Hilfe!

Das eingenommene Geld durch die Emissionsrechte fließt außerdem in den Energie- und Klimafond der Regierung und wird darüber in den Klimaschutz investiert. Unter anderem in Elektromobilität.

Woher du weißt, wieviel CO2 du kompensieren musst

ForTomorrow hat einen monatlichen Abo-Preis für 9 ausgestoßene Tonnen CO2 pro Jahr festgelegt. Man kann allerdings auch einen individuellen Betrag angeben. Um deinen persönlichen CO2-Ausstoß zu berechnen, gibt es einige Co2-Fußabdruck-Rechner im Netz, zum Beispiel den WWF-Klimarechner. Berücksichtigt werden Mobilität, Haushalt, Ernährung, Freizeitaktivitäten, Waschverhalten und und und… Tatsächlich stoßen wir nämlich wortwörtlich mit jedem Atemzug CO2 aus. Selbst beim Laden dieses Artikels gingen CO2-Punkte auf dein Konto. Aber wie gut, dass es ein Artikel über ForTomorrow ist und er dich direkt darüber informiert, wie du deine Emissionen kompensieren kannst.

Wie entsteht der Preis für die Kompensation einer Tonne CO2?

Eine Tonne CO2 zu kompensieren, kostet seit Dezember 2021 entweder 25€ (Variante 1), 118€ (Variante2) oder 72€ (Variante3). Die Summe ändert sich von Zeit zu Zeit, da die Preise für die Emissionsrechte steigen. Und das ist auch gut so! Wenn du entweder einmalig oder im Abo spendest, kannst du selbst entscheiden, wie du eine Tonne Co2 kompensieren möchtest: 

Als Deutsches Non-Profit Unternehmen ist ForTomorrow rechtlich gebunden, mindestens zwei Drittel der Einnahmen für gemeinnützige Zwecke zu nutzen. Sie verpflichten sich sogar dazu, mindestens 85 % ihrer Spenden in den Klimaschutz zu investieren. 15% sind nötig für Gehälter, Verwaltungs- und Werbeausgaben.

Entscheidest du dich für Variante 1, werden mit der Kompensationszahlung vier Bäume in Deutschland gepflanzt. Im Durchschnitt brauchen nämlich vier neu gepflanzte Bäume ca. 80 Jahre, um eine Tonne CO2 aus der Luft aufzunehmen. Diese Berechnung orientiert sich an der Methode des Weltklimarats (IPCC). Entscheidest du dich für Variante 2, kompensierst du deinen CO2-Ausstoß mit einem stillgelegten Emissionsrecht. Variante 3 stellt eine Kombination aus beidem dar. Hier pflanzt du zwei Bäume in Deutschland und bist zur Hälfte an der Stilllegung eines Emissionsrechts beteiligt. Der Emmissionsrechtepreis enthält außerdem 19% Mehrwertsteuer.

Warum Aufforstungsprojekte in Deutschland sinnvoller sind als in Entwicklungsländern

Auch, wenn es am kostengünstigsten und wirksamsten für das Klima wäre, in tropischen Regionen aufzuforsten, unterstützt ForTomorrow die Aufforstung von Mischwäldern in Deutschland. Warum? Die Kompensationsprojekte in Entwicklungsländern basieren auf einem Mechanismus, der 2020 abläuft. Im internationalen Klimaabkommen von Paris haben sich alle Staaten – auch Entwicklungsländer – verpflichtet, ab 2020 einen eigenen Klimaschutzplan zu haben. Das macht es schwierig, den Schutz der Wälder in diesen Regionen sicher zu stellen. Für eine positive Klimawirkung müssen Bäume jedoch langfristig wachsen – das können sie nur, wenn sie nicht politischen Entscheidungen oder Umweltkatastrophen zum Opfer fallen. In Europa gibt es Gesetze, die unsere Wälder schützen und den Bäumen Zeit geben, ausreichend CO2 aufzunehmen. Deshalb hält ForTomorrow es für sinnvoller mit den Kompensationsbeiträgen die Aufforstung von Mischwäldern in Deutschland zu unterstützen. Diese sind deutlich widerstandsfähiger und produktiver als Monokulturen.

Du möchtest ebenfalls deine THG-Quote beanspruchen und damit großartige Projekte, wie die von ForTomorrow unterstützen? Dann lade ganz einfach deinen Fahrzeugschein hoch – um den Rest kümmern wir uns!

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