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29. November 2023

GT Emission Solutions News: Das neue Geschäftsführungsteam mit Philip Weykamp und David Pflegler

Unsere drei Co-Founder im Interview zum Geschäftsführungswechsel bei GT Emission Solutions und zum Ausblick für das Jahr 2024

Unser lieber Kollege, David hat zum 1. November 2023 gemeinsam mit Philip die Geschäftsführung bei GT Emission Solutions übernommen. Zuvor waren Benedikt Kirpes und Philip 3 Jahre lang gemeinsam als Co-Founder in der Geschäftsführung tätig. Seit diesem Monat haben wir bei GT Emission Solutions jetzt ein neues Geschäftsführungs-Team. Darüber hinaus steigt David als dritter Co-Founder, neben Benedikt und Philip mit ins Unternehmen ein.  

Benedikt, du warst nun 3 Jahre lang mit Philip in der Geschäftsführung, hast damals, Mitte 2019, die Idee für GreenTrax entwickelt und in all den Jahren GT Emission Solutions gemeinsam mit Philip aufgebaut. Du bist mit Herzblut von Anfang an dabei gewesen. Trotzdem hast du dich dafür entschieden, aus der Geschäftsführung auszutreten und dich auf andere Bereiche zu fokussieren. Welche Rolle wirst du ab sofort im Unternehmen haben? 

Nach den knapp vier Jahren in der Rolle des Geschäftsführers mit der vollen rechtlichen, finanziellen und Impact-Verantwortung, werde ich mich nun verstärkt um unsere neuen Produkte und die interne Organisation kümmern. Ich gebe einige operative Themen ab, werde aber weiterhin mit David und Philip an der Unternehmensstrategie mitwirken.  

Gibt es etwas aus deiner Zeit als Geschäftsführer, worauf du besonders stolz bist? 

Das sind insbesondere zwei Punkte, die mir sofort einfallen. Erstens, dass wir uns in den vier Jahren treu geblieben sind und weiterhin versuchen, mit unternehmerischen Mitteln positiven Impact zu erzeugen. Dabei müssen wir immer die Balance halten, zwischen nachhaltig erfolgreichem Wirtschaften und positiver Wirkung auf das Gemeinwohl. Das Wirtschaftssystem in Deutschland ist auf Gewinnmaximierung ausgelegt. Wenn Unternehmen wie wir, beispielsweise mit unserem neuen Gehaltsmodell, neue Wege gehen wollen, werden einem sehr viele Steine (und Felsen) in den Weg gelegt. Das bedeutet zusätzliche Herausforderungen, über den normalen Aufwand von Unternehmertum (insbesondere in Corona-Zeiten) hinausgehend. Diese Herausforderungen haben wir bisher, trotz aller Widerstände, immer sehr erfolgreich gemeistert. 

Zweitens bin ich sehr stolz auf das Team und den Teamgeist, den wir hier geschaffen haben. Trotz Fachkräftemangel, finanziellen Engpässen und vielen weiteren Herausforderungen hatten wir nie Probleme, tolle Menschen für unser Unternehmen zu gewinnen. Das liegt einerseits an dem gemeinsamen Purpose, der uns antreibt, andererseits aber auch an einer möglichst transparenten, offenen und fairen Arbeitsatmosphäre mit verteilter Verantwortung. Das alles zusammen macht unser Unternehmen aus, und das finde ich wirklich großartig. Ich vertraue jedem einzelnen Team-Mitglied komplett. Aus diesem Grund habe ich auch gar keine Bedenken, meinen Teil der Geschäftsführung abzugeben. Im Gegenteil, ich glaube, dass der frische Wind und der etwas andere Blick auf verschiedene Themen, den David mitbringt, Philips Qualitäten sehr gut ergänzt das Unternehmen dadurch noch resilienter und stabiler für die Zukunft aufstellt wird. So werden wir gemeinsam auch die kommenden Herausforderungen meistern. 

Erst neulich wurde ein neues Projekt gelauncht: nectar bietet Dienstleistungen und eine Plattform für Biodiversitätsmanagement und begleitet Unternehmen dabei, ihrer Schlüsselrolle beim Schutz von Natur und Biodiversität gerecht zu werden. Wieso fiel die Entscheidung darauf, sich im Bereich Biodiversitätsmanagement zu spezialisieren? 

Für uns war schon seit Beginn unserer Unternehmung vor vier Jahren das erklärte Ziel, nicht bei der THG-Quote stehen zu bleiben, sondern weiterzugehen. Weiter als die Dekarbonisierung des Verkehrssektors, weiter als die Energiewende und weiter als Klima-Themen. Die Biodiversitätskrise ist da und bekommt derzeit noch viel zu wenig Aufmerksamkeit. Sowohl medial als auch in der Politik und leider auch in der Wirtschaft. Unternehmen bekommen deshalb, ebenso wie bei anderen Herausforderungen, wie beispielsweise der Energiewende und Klimakrise, eine Schlüsselrolle. Mit nectar wollen wir Unternehmen dabei helfen, diese nachhaltige Transformation zu vollziehen, sich weiterzuentwickeln und strategisch zukunftsfähig aufzustellen. 

 

David, du bist seit Anfang 2021 als THG-Quoten-Experte bei GT Emission Solutions dabei. Wie ist es dazu gekommen, dass du dich auf das Thema THG-Quote spezialisiert hast? 

Anfang 2021 startete ich zunächst als Minijobber bei GT Emission Solutions. Da ich in meiner vorherigen Zeit als Doktorand am Lehrstuhl für Energiewirtschaft des Karlsruher Instituts für Technologie mit mehreren Wasserstoff-Projekten beschäftigt war, hatte ich bereits zu Beginn eine solide Vorstellung davon, was sich über die THG-Quote erreichen lässt. Damals ging es in einem der Projekte auch um die Vermarktung der THG-Quote für den grünen Wasserstoff.  

Bei unserer B2B-Marke GreenTrax konnte ich damals direkt als Minijobber Fach-Webinare anbieten, um unseren Kunden die THG-Quote für Ladestrom zu erklären. Umso mehr freue ich mich natürlich jetzt, dass wir mittlerweile auch die Beratung und Vermarktung für grünen Wasserstoff in unser Portfolio aufgenommen haben, da ich damit ein wenig an meinen damaligen Forschungsprojekten anknüpfen kann. 

David Pflegler

Du bist schon ziemlich früh bei GreenTrax gestartet und hast dementsprechend auch schon viele Höhen und Tiefen des Unternehmens mitbekommen. Wie hast du die letzten 3 Jahre bei GT Emission Solutions erlebt? 

Meine drei Jahre waren bislang sehr bereichernd, aber auch turbulent. Als wir erstmals begannen, THG-Quoten für Ladestrom anzubieten, lagen die Erlöse je kWh im niedrigen einstelligen Centbereich. 2022 ging die Post dann so richtig ab und der Markt wuchs insgesamt kräftig, was sich natürlich auch im Einstieg zahlreicher Wettberber niederschlug. Aktuell haben wir wieder einen zurückhaltenden Markt, der ein wenig an unsere Anfänge erinnern lässt – wenn auch auf höherem Niveau. Genau hier liegt aber unsere Stärke: Wir waren von Anfang an dabei und auch damals schon höchst motiviert, über die THG-Quote möglichst viel Geld von fossilen Kraftstoffen hin zu erneuerbaren oder klimaschonenderen Alternativen umzuleiten, als der Markt noch nicht so heiß lief.  

Der THG-Quotenmarkt ist gerade ziemlich angespannt und dynamisch. Die Preise gerieten in den letzten Monaten, vor allem durch die vermeintlichen „Bio“kraftstoffe aus China, ziemlich unter Druck. Wie schätzt du die aktuelle Lage aus Unternehmenssicht ein und was motiviert dich gerade jetzt, in dieser schwierigen Zeit für die THG-Quote, Geschäftsführer von GT Emission Solutions zu werden?  

Die aktuelle Situation ändert also nichts daran, dass wir weiterhin alles daran setzen werden, möglichst viel Geld umzulenken. Und hier gibt es noch deutliches Potential, was mich auch motiviert, als Geschäftsführer gestalterisch tätig zu werden. Insbesondere auf politischer Ebene liegt der Fokus noch zu sehr auf der alten Industrie. Fehler der Vergangenheit drohen sich zu wiederholen. So etwa beim Vorwurf des Missbrauchs durch Umetikettierungen von Palmöl auf angebliche fortschrittliche Kraftstoffe importiert aus China. Für mich ist nichts fortschrittlich daran, wenn man Palmöl, das erst vor Kurzem explizit als Option gestrichen wurde, über illegale Umwege wieder in den Verkehr bringt. Die Gelder der THG-Quote dürfen nicht in diesen höchst fragwürdigen Kraftstoffen landen, sondern über Spenden direkt in Nachhaltigkeitsprojekte, wie wir es bei fairnergy anbieten oder bei denjenigen Unternehmen, die in klimafreundliche Mobilität investieren, wie wir es überwiegend mit GreenTrax ermöglichen. Eine striktere Kontrolle von importieren Biokraftstoffen könnte sich auch positiv auf die angespannten Marktpreise auswirken. Jeder Euro weniger für fragwürdige Biokraftstoff-Importe, ist ein Euro mehr für die neue Mobilität.

Ein großer Motivator für mich ist auch unser fantastisches Team. Wenn man bedenkt, dass wir innerhalb kürzester Zeit, sowohl eine sehr angesehene Geschäftskundenmarke, als auch eine erfolgreiche B2C-Marke aufgebaut haben, die bisher fast 1,5 Mio. € an Spendengeldern für unsere Nachhaltigkeits-Partner erzielt hat, ist das Grund genug, mit Stolz auf das Erreichte zu schauen. Mit unserem Team, das sich in den letzten Jahren gefunden hat, zusammenwuchs und durch Höhen und Tiefen ging, können wir uns auch den Herausforderungen der Zukunft stellen. 

Philip Weykamp vor hellbrauner Mauer
Philip Weykamp

Philip, Hand aufs Herz – Welche Eigenschaft von Benedikt wirst du nicht im Geschäftsführungsteam vermissen? 😉

Benedikt war immer warm und im Büro war andauernd das Fenster offen. Bei unseren GF-Runden habe ich oft gefroren 😜
Im Ernst, ich bin davon überzeugt, dass Benedikt ein ziemlich genialer Co-Geschäftsführer war. Wir sind in der Umsetzung der Rolle durchaus verschieden und debattieren leidenschaftlich über wichtige Dinge. Dabei haben wir uns aber immer super verstanden und Benedikts ruhige Art bringt sehr, sehr viel. Ich freue mich daher auch sehr, dass Benedikt uns als aktiver Co-Founder erhalten bleibt und wir mit den neuen Rollen seine Stärken im New Business und der Organisation perfekt nutzen können. 

Ein dynamisches Quotenjahr, ein neuer Partner in der Geschäftsführung und mit nectar ein neues Produkt auf dem Markt – man kann wohl behaupten, dass das Jahr 2023 ziemlich turbulent gewesen ist. Was nimmst du besonders aus dem Jahr 2023 mit? Worauf wird sich die GT Emission Solutions im Jahr 2024 fokussieren und mit welchen Zielen werdet ihr in das neue Jahr starten?

Das Besondere an unserem Unternehmen sind und waren – nicht nur im Jahr 2023 – unsere Mitarbeitenden. Innerhalb von so kurzer Zeit haben wir ein unglaublich heterogenes, schnelles Team aufbauen können. Genau das, was ein Start-Up in unserer Phase benötigt. Außerdem leben alle im Team unseren Purpose, so macht die Arbeit einfach Spaß.

Dennoch, das Jahr 2023 war nicht nur turbulent, sondern auch sehr herausfordernd und mit großen Schwierigkeiten behaftet. Das Quotenjahr würden einige anstatt „dynamisch“ wohl eher als „katastrophal“ bezeichnen. Im Jahr 2024 werden wir daher auch wieder verstärkt lobbyieren, um die THG-Quote im Sinne des Klimaschutzes zu verbessern. Darüber hinaus betreten wir nicht nur mit nectar Neuland, sondern fokussieren uns auch im Bereich des grünen Wasserstoffs als Energieträger für die Bereiche, die wir nicht elektrifizieren können.

Unser Ziele sind dabei natürlich ganz einfach: maximaler Impact! Das steht bei allem was wir tun wie immer im Vordergrund und bedingt dadurch unsere weiteren Ziele: ein weiterhin faires Angebot für unsere Kund*innen bei fairnergy, eine transparente, risiko-arme Abwicklung der THG-Quote für unsere B2B-Partnerunternehmen und möglichst viele Projekte in den Bereichen Biodiversität (nectar) und Wasserstoff (GT green hydrogen). Mit unserem tollen Team sind wir davon überzeugt, dass wir diese Ziele auch erreichen werden! 

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